Dataline: Sesen - Ausgabe 10

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Luftschutzbunker? Schmuggler Tunnel? Minotaurus Labyrinth? Was liegt unter Sesens Hauptstadt.

Es ging definitiv etwas Seltsames vor auf Sesen. Jones hatte ihr eine gute Geschichte gesponnen, aber sie von echten Details ferngehalten. Wie haben sie die Gutachter dazu gebracht fernzubleiben. Hatte es etwas mit dem Auftauchen der Piraten zu tun? Wurde die Regierung von Banditen erpresst? Vielleicht hatten die Piraten in der Revolte des Volkes eine Rolle gespielt und hielten dies nun gegen sie in der Hand.

Jones hatte von einer Blütezeit gesprochen, als wäre die Kolonie noch immer an jemanden gebunden, würde immer noch losbrechen müssen. Wurden sie als ganzer Planet wie eine Geisel festgehalten, aber haben vor kurzem einen Weg gefunden ihre neuen Unterdrücker fortzujagen?

Und wie sollte es helfe, ein Interview zu geben? Yadav hatte mitgehört, wie Jones sagte, dass das Erscheinen der Reporterin eine Chance war, der Piraterie ein Ende zu setzten zu können. Wie?

Vielleicht lagen die Antworten am Boden dieses Treppenhauses.

Ohne einen weiteren Gedanken an die Leiche zu ihren Füßen, stieg sie die Stufen hinunter. Vielleicht war dies als Fluchtroute für den Schützen gedacht gewesen. Er würde Yadav töten und dann verschwinden wie ein Geist.

Das Treppenhaus war einige Stockwerke groß. Es führte sie weit unter die Straßenhöhe, in eine Reihe von Tunneln. Ein kleines Licht, welches an eines der Gürtel ihrer Weste befestigt war, half ihr sich zurechtzufinden.

Zuerst dachte sie, sie hätte den geheimsten Abwasserkanal-Eingang im Universum gefunden, aber die geschwungenen Betonwände waren frei von Schmutz. Nichts roch faul, es fanden sich kein Schimmel oder fettige Klumpen waren an den Seiten. Und obwohl sie eindeutig Wasserkanäle oder Rohre erkennen konnte, war alles knochentrocken.

Nachdem sie dem rot blinkenden Punkt durch eine Reihe von Windungen und Drehungen gefolgt war, versagte Yadavs Orientierungssinn. Sie kam klar während sie auf der Oberfläche war, und sie hatte sie hatte seit der Flugschule nie den Kurs verloren. Aber unter Meter von Steinen und Dreck, drehte sich ihr natürlicher Kompass wie ein Kreisel.

Ab und zu verzweigte sich der Tunnel, und der Punkt wies sie an, welche Richtung sie nehmen musste. Bald bemerkte sie, dass er sie zu schwachen Geräuschen führte. Motorschwirren, Klirren und Schläge offenbarten sich, je weiter sie vorstieß. Konstruktionsgeräusche.

Und über all dem etwas anderes. Triebwerke. Schiffe.

Und dann Lichter vor ihr.

Um einer Ecke fand sich Yadav in einer weiten Höhle vor. Schnell tauchte sie zurück.

Flutlampen erhellten eine große Fabrikationsanlage. Junge, starke Arbeiter krochen über die Hülle eines riesigen, halb aufgebauten Bohrers. Ein Kran hob Teile aus Kisten und setzte sie ab. Die Stempel auf den Kisten waren unverwechselbar. Diese Teile waren von dem Transporter, den sie gesehen hatte, als die Piraten ihn übernahmen.

Zu ihrer Rechten, eine ausladende Betonrampe hinauf, lagen Landeplattformen, die mit alten Cutlasses überzogen war. Robuste Hangartore öffneten sich weit und erlaubten den Schiffen in einer Reihe von der Oberfläche herunter zu fliegen und hier zu landen. Ein schneller und effizienter Weg um gestohlene Güter zu lagern.

„Vergesse nicht die Listen zu aktualisieren,“ sagte eine bekannte männliche Stimme. „Wir haben immer noch zu wenig Schrauben die das Gewicht tragen können. Was wir zurzeit haben wird nicht ausreichen.“

Hinter einem Piratenschiff kam Wei Martinez hervor. Dieser Bastard.

Die Regierung musste ein Schmiergeld von den Piraten annehmen, schlussfolgerte Yadav. Sie musste den Banditen erlauben Sesen als einen Sammelpunkt zu nutzen.

Aber wer sendete den Attentäter? Die Regierung oder die Piraten? Zwei der Regierungswächter waren tot. Das hieß doch sicher –.

Etwas vibrierte in ihren Bauch. Sie umfasste ihn verwirrt. Muskelspasmen? Nein, sie erinnerte sich – der Sender den sie verschluckt hatte. Er alarmierte sie von der Gegenwart eines New United Schiffes.

Die Brotkrummen hatten funktioniert. Sie kamen um sie zu retten.

Zeit einen schnellen Rückzug anzutreten.

Gerade als sie dabei war dem rot blinkenden Punkt zurück zu folgen, setzte ein neues Schiff im Hangar zur Landung an. Eine Constellation, welches von einem Regierungsskin geschmückte wurde – eine Skin das flackerte und sich verformte als Yadav hinsah und in Bruchteil einer Sekunde zu einer Piraten Kriegsbemalung wurde.

Es waren nicht ihre Augen nach dem Absturz. Jones Schiff war rot gewesen.

Die Türen öffneten sich und die Gouverneurin stieg aus. Sie ergriff den nächsten Techniker am Ärmel. „Diese Täuschungsskins laufen immer noch fehlerhaft.“

Die Regierung nimmt kein Schmiergeld von den Piraten. Sie sind die Piraten. Jones war genauso fadenscheinig wie jeder andere Politiker den Yadav je interviewt hat – schlimmer. Das bedeutete, Yadav befand sich auf einen Planeten, der unter der Kontrolle einer Piratenbande stand. Hier hielten sich all die jungen Männer und Frauen auf – hier unten, in den Tunneln, oder oben in dem Asteroidenfeld.

Alles machte jetzt Sinn

Außer warum sie sie nicht umgebracht haben als Haddix gestorben war. Es wäre nicht schwierig gewesen zu behaupten, sie wären beide beim Absturz umgekommen, sollte je jemand herumschnüffeln kommen.

Nach einer kurzen Unterredung mit dem Techniker, stampfte Jones zu Martinez herüber.

„Was zum Teufel hast du getan Wei?“

Der Protokollierer, mit dem Martinez gesprochen hatte, sah hin und her von einem Cousin zu den anderen, unsicher ob er weggehen sollte. Martinez gab ihn keinen Wink, ob er das eine oder das andere machen sollte.

„Ich tat was getan werden musste. Sie hier zu haben war das Risiko nicht wert. „ sagte Martinez beifällig zu Jones. Er fuhr mit seiner Unterhaltung mit dem Protokollierer fort, als wären sie nicht von ihr unterbrochen worden.

„Du hast jemand geschickt eine unschuldige Frau zu töten – ohne meine Zustimmung. Genauso wie du sie ohne meine Zustimmung abgeschossen hast. Du gibst solche Befehle nicht ohne meine Autorisation.“ Jones zitterte vor kaum zurückgehaltener Wut. „Dieser Idiot den du geschickt hast, hat einige unsere Leute umgebracht, Wei.“

„Leute sind schon vorher für unsere Sache gestorben.“

„Nicht so. Nicht weil du sie für lästig gehalten hast. Wir waren uns einig die Journalistin in Ruhe zu lassen und den Versuch zu unternehmen, sie dazu zu kriegen, die Geschichte der Kolonie zu erzählen. Wir brauchen Hilfe. Sie kann die Aufmerksamkeit auf unseren Mangel an Grundversorgungsmitteln ziehen –.“

„Sie kann die Aufmerksamkeit auf unsere Verbrechen ziehen,“ sagte er bestimmt und schenkte ihr seine volle Aufmerksamkeit. Der Protokollierer huschte weg. „Du hattest recht als wir revoltierten. Du konntest zu Kriegszeiten tun was getan werden musste. Aber was du nicht erkennst ist, dass wir immer noch im Krieg sind. Wir kämpfen immer noch ums Überleben. Wenn die Advocacy unser Syndikat entdeckt, werden sie nicht einfach seufzen und sagen: _Ach, wenn ihr doch nur ein besseres Los im Leben gezogen hättet._“

„Wenn wir Hilfe bekommen – von der UEE, von einer Gesellschaft, von einer reichen Vereinigung, wem auch immer – können wir aufhören Schiffe zu entern. Zurzeit lassen wir neunzig Prozent von dem, was wir stehlen, zurück in dieses verdammte Unternehmen fließen – mehr Schiffe, mehr Waffen, mehr Scanner, mehr gefälschte IDs. Gelder und Güter die stattdessen zu unserem Volk gehen sollten. Wir können nicht weiter das Rudel aufbauen. Wann werden unsere Verbrechen beginnen unserer Kolonie zu dienen. Das war der ursprüngliche Grund als wir begannen, auf unsere Füße zu kommen. Wenn wir alternative Möglichkeiten finden, können wir aufhören Verbrecher zu sein.“

Das ist nicht so klar. Merkst du nicht wie naiv du klingst? Was denkst du ist das alles hier?“ Er wies auf die Anlage. „Ist das nicht für unser Volk?“

„Es ist nicht genug.“

„Es muss ausreichen, denn es gibt keine Alternative. Du hast dich für Piraterie entschieden und damit für alles, was dies mit sich bringt. Das ist keine Lebensart, die man einfach wegwerfen kann, wenn man sich selbst neu erfinden will. Du musst akzeptieren dass du ein verwerflicher Verbrecherboss bist, kein Chamäleon.“

Sie trat einen Schritt vor, hinein in seinen persönlichen Raum. „Es ist unwichtig was du glaubst was ich akzeptieren muss oder nicht. Ich habe das Sagen. Ich gebe die Befehle. Fazit: wir waren übereingekommen die Journalistn in Ruhe zu lassen.“

Ich habe niemals zugestimmt sie in der Stadt rumlaufen zu lassen, rumstochernd und fragen stellend.“

„Unwichtig. Mein Befehl war, dass sie nicht verletzt werden darf. Das hätte genug sein müssen.“

Yadav begann langsam zurück zu weichen. Sie hatte alles was sie brauchte – genug um einen Bericht zu schreiben und noch mehr. Es war Zeit zu gehen. Die Befehlskette war infrage gestellt und das endete niemals gut.

Sie musste irgendwo hinkommen, wo das Rettungsschiff landen konnte. Andernfalls musste sie sich überlegen, wie sie ein Schiff stehlen und das Team treffen konnte.

Sobald sie sich aus dem Licht geschlichen hatte, drehte sie sich auf ihren Absätzen um und wollte los laufen. Doch fand sie sich Auge in Brust mit einem sehr großen, sehr breiten Wächter. Er war von beiden Seiten von zwei weiteren Wächtern flankiert – fünf Mann im Ganzen.

„Es tut mir leid sie hier unten zu finden,“ sagte einer – Sato. Es war der Wächter, der Außerhalb ihres Krankenzimmers gestanden hatte. „Die Gouverneurin hat uns ausgesandt, sie zu finden. Sie dachte sie wären tot. Nach dem Aussehen des Typen oben würde ich sagen sie sind eine Dame, die sich um sich selbst kümmern kann.“

„Sie ist auch eine Dame, die nicht weiß, wann sie aufhören sollte wenn sie vorne liegt.“ Sagte der große Mann. Er packte sie an beiden Armen. Seine Hände umgriffen beinah ihren ganzen Bizeps. „Sie hätten hier nicht runterkommen sollen. Mr. Martinez wird das gar nicht schön finden.“

„Mr. Martinez kann mich mal am Arsch lecken.“ sagte Yadav.

Die Gruppe drehte sie herum und marschierte dann in die Höhle. Männer und Frauen unterbrachen ihre Arbeit als sie vorbei trotteten.

Jones’ und Martinez’ Köpfe wanden sich beide in Yadavs Richtung.

„_Siehst du?_“ rief Martinez. „Journalisten sind wie Kakerlaken. Sie kommen überall rein. Beschmutzen alles. Und sie sterben einfach nicht, egal wie oft du auf sie trittst.“

Jones seufzte und schüttelte enttäuscht ihren Kopf. „Ich werde es erklären,“ sagte sie zu Yadav.

„Nein, das wirst du nicht,“ sagte Martinez. „Sie hat zu viel gesehen. Du kannst nicht erwarten, dass sie einfach mitspielt und die Klappe hält. Diese verdammte Frau wird das interplanetarische Gesetz – die Advocacy – auf unsere Köpfe ansetzen. Wir müssen sie los werden.“

„Wir müssen es ihr erklären,“ sagte Jones.

Martinez starrte sie an. Für einen Moment sah es so aus als hätte die Gouverneurin gewonnen. „Scheiß drauf,“ sagte er plötzlich und zog seine Handwaffe aus dem Holster.

Der Lauf zielte direkt auf Yadavs Herz.

Alle bewegten sich gleichzeitig. Yadav versuchte sich fallen zu lassen, indem sie ihre Knie zu Wackelpudding werden ließ, aber der Wächter hielt sie aufrecht. Jones sprang vor die Waffe. Martinez drückte ab.

Crack. Der Geruch von glimmendem Beschleuniger erfüllte die Luft.

Jones taumelte zu Boden. Blut ran auf das saubere Beton.


https://robertsspaceindustries.com/comm-link/spectrum-dispatch/13794-DATELINE-SESEN-Part-Ten

http://www.star-citizen-news-radio.de/2014/07/dateline-sesen-episode-10/

Übersetzung: Cyan


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